Veränderungen bei Facebook Jobanzeigen

Veränderungen bei den Facebook Jobanzeigen

Ausschalten der Jobfeatures

In diesem Blogartikel möchten wir Sie über die Veränderungen bei den Facebook Jobanzeigen ab Februar 2022 informieren. Zum 22. Februar schaltet Facebook nämlich die sogenannten „Jobfeatures“ (Facebook Jobanzeigen) aus.

Konkret bedeutet das: 

  • Das Feature „Facebook Jobanzeigen“ wird deaktiviert. Der Seiten-Tab „Jobs“ entfällt und auch die Beitragsart „Jobs“.
  • Es können keine Jobanzeigen mehr mittels der Partnerintegration mit der Facebook Jobs API veröffentlicht werden.
  • Gruppen, die bislang unter die Kategorie „Jobs“ fielen, werden auf „Allgemein“ umgestellt.

Aus Unternehmens- und Agentursicht ist es schade, dass Facebook das Feature abstellt. Nach dem Launch im Jahr 2018 war die Facebook Jobsuche in kürzester Zeit zur zweit genutzten Jobplattform im DACH-Raum avanciert. Denn viele Jobsuchende haben die Jobsuchfunktion auf Facebook gern genutzt.

Entsprechend viele Unternehmen waren zuletzt auch auf der Jobplattform präsent. Das wirft die Frage auf: Müssen Sie sich jetzt ganz von Facebook als Ort, wo sie neue Bewerber:innen finden können, verabschieden? 

Nein, das müssen Sie nicht. Auch wenn das Jobfeature „Facebook Jobanzeigen“ abgeschafft wird, können Sie weiterhin Ihre Stellenanzeigen als „normale“ Beiträge veröffentlichen.

Als Seiteninhaber können Sie also daraufsetzen, dass Ihre Beiträge organische Reichweite erhalten, indem die Posts zum Beispiel geteilt werden von Ihren Followern oder Ihren Mitarbeitern. Und selbstverständlich haben Sie auch wie bislang die Möglichkeit, diese „normalen“ Beiträge zu bewerben.

Das als gute Meldung vorab. Wenn Sie also hören oder lesen, dass Facebook nicht mehr für die Veröffentlichung von Stellenanzeigen genutzt werden kann, so stimmt das nicht.

Vielmehr können Sie wie früher (nämlich vor dem Launch des Jobfeatures 2018) Ihre offenen Stellen als reguläre Facebook-Posts veröffentlichen.

Posts mit Facebook Jobanzeigen versus regulären Beiträgen
Posts mit Jobfeature vs. reguläre Beiträge

Dies führt aber zu einer zweiten Veränderung, die in diesem Zusammenhang wichtig ist.

Kategorisierung von Werbeanzeigen

Neben dem Wegfall des Jobfeatures führt Facebook bei Jobanzeigen im Werbeanzeigenmanager die sogenannte „Kategorisierung“ ein. Alle Stellen und Jobs, die unter das Thema „Beschäftigung“ fallen, müssen künftig unter der speziellen Anzeigenkategorie „Beschäftigung“ gepostet werden.

Darunter fallen zum Beispiel Werbeanzeigen für Jobangebote, Praktika, professionelle Zertifizierungsprogramme usw.

Was heißt das für Sie und Ihr Unternehmen konkret?

  • Die demografischen Einschränkungen in der Zielgruppe fallen weg.
  • Es gibt keine Einschränkung nach Alter mehr. Die Altersspanne liegt künftig bei: 18-65+ Jahren.
  • Das Geschlecht kann nicht eingeschränkt werden. Die Anzeigen werden allen Facebook Usern ausgespielt, unabhängig vom Geschlecht.
  • Sie können einen Standort nur noch mit einem Mindestradius schalten. Die Auswahl von Postleitzahlgebieten fällt weg, das Ausschließen von Standorten ist nicht mehr möglich.
  • Es ist nur noch möglich, anhand von Interessen zu targetieren und nicht mehr nach z.B. nach Jobtiteln oder Verhalten.
  • Die Nutzung von Lookalike Audiences und Custom Audiences ist nur noch eingeschränkt möglich.

Warum setzt Facebook diese Veränderungen um?

Facebook hat diese Kategorisierung eingeführt, um seine vorhandenen Richtlinien gegen Diskriminierung auch bei den Anzeigen durchzusetzen. Dies ist insbesondere in dem Kontext zu betrachten, als dass Facebook auch in Europa unter kritischer Beaufsichtigung der Behörden steht und immer wieder darauf hingewiesen wird, geltendes europäisches Recht anzuwenden und umzusetzen.

Des Weiteren spielen hier auch Datenschutzaspekte eine Rolle, was bei der Einschränkung der Targetierungsmöglichkeiten deutlich wird: Facebook besitzt die Daten, nutzt diese aber künftig nicht mehr, um möglichst passende Menschen zu erreichen.

Wie wir zu den Veränderungen der Facebook Jobanzeigen stehen

Keine Frage, als Online Marketer fanden wir es sehr hilfreich, die Zielgruppe möglichst einzugrenzen. Ein Beispiel: Anzeigen für ein Ausbildungsangebot nur Menschen zwischen 15 und 20 Jahren ausspielen. Indem wir Ältere ausgeschlossen haben, konnten wir Streuverluste reduzieren und Anzeigenkosten senken.

Immer häufiger haben uns Kunden aber auch gebeten, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz zu beachten, so dass wir in den letzten zwei Jahren insgesamt ohnehin weniger Zielgruppen eingegrenzt haben als früher. Kurzum: Wir glauben, dass die Veränderungen praktisch nicht allzu große Relevanz haben. Allerdings wird das Bewerben von Stellenanzeigen mit Facebook Ads und Instagram Ads, wie auch in den letzten Jahren, wieder einmal teurer.

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