Ein Sommer im Praktikum

Geschrieben von To Nhi Quach| 23.10.2020
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Die Klausuren waren nun vorbei, die Abgaben auf den letzten Drücker eingereicht und die Freude auf die Semesterferien war nicht zu stoppen. Was man in den vielen Wochen dann macht: Unter der prallen Sonne am Strand entspannen oder doch ein kleines Abenteuer in den Bergen? Obwohl der Traum vom Urlaub platzen musste, waren die letzten Monate voller Spannung und neuer Erfahrungen. Denn für viele und auch mich hieß es: Ab ins Praktikum. Wie ich mich als Praktikantin durch den Agenturalltag kämpfte, erfahrt Ihr hier.

Über mich

Ich bin To Nhi, 19 Jahre alt und studiere seit 2019 Kommunikationsmanagement an der Hochschule Osnabrück. Wenn mich Bekannte nach meinem Studiengang fragen, können die meisten wenig damit anfangen. Meinerseits folgt ein wirres Wortchaos mit der Ergänzung „Medien und so”. Damit ist das Gespräch in Sekundenschnelle beendet.

Was man so damit machen kann? Grob gesagt: Irgendetwas mit Medien. Öffentlichkeitsarbeit, interne Unternehmenskommunikation, Marketing – das sind alles Berufsbereiche, die anschließend in Frage stehen.

Mein Studiengang sieht vor, mehrere Pflichtpraktika zu absolvieren und das erste Praktikum beginnt schon nach dem zweiten Semester. Daher sendete ich im Frühjahr 2020 meine Bewerbungen raus und öffnete wenige Wochen später voller Glück eine E-Mail: Eine Zusage von Christmann und Woll. Nach dem turbulenten Online-Semester konnte ich im Juli als Praktikantin endlich im Agenturalltag mitmischen.

Kaffee kochen war gestern

Ständig Kaffee kochen, anderen stundenlang still über die Schulter schauen und fade Texte lesen, hiervon keine Spur! Statt kryptischer Geheimniskrämerei wurde ich mitten in das alltägliche Geschehen einer Agentur hereingeworfen, sodass ich von Anfang an ein Gefühl von Mehrwert für das Team hatte – fast wie ein vollwertiges Mitglied.

Bereits in der ersten Woche durfte ich mich an verantwortungsvolle Aufgaben herantasten. Zwar waren mir einige Inhalte waren mir aus dem Studium bekannt, das in die Tat umzusetzen, war dennoch eine ganz neue Erfahrung.

Zunächst durfte ich Social Media-Beiträge für einen Kunden verfassen. Einfacher gesagt als getan. Für viele mag Facebook, Instagram und Co. gedankenlose einseitige Selbstdarstellung sein. Hier lernte ich, dass es mehr bedeutet, als ab und zu etwas zu posten. Wild drauf los schreiben ist nicht immer zielführend.

Übung macht den Meister

Wen genau möchte ich ansprechen? Welche Gefühle und Botschaften möchte ich vermitteln? In welches Licht soll das Unternehmen gerückt werden? Das muss alles im Hinterkopf für einen kommunikativ gelungenen Auftritt behalten werden. Mit einer festen Leitidee kann man nun der Kreativität freien Lauf lassen. Mit jedem Mal ging es einfacher von der Hand, denn Marketing ist nun kein Hexenwerk.

Neben dem Social Media-Marketing habe ich Texte für ganze Websites verfasst, zur Gestaltung von Google und Facebook-Werbeanzeigen beitragen und gelegentlich bei Kundengesprächen gelauscht. Nebenbei feilte ich am eigenen Marketing bei den sozialen Netzwerken und auf der Website in Form von Case Studies und Artikel für unseren Agentur-Blog. Vielleicht seid Ihr zufälligerweise längst auf Texte gestoßen, die ich in den letzten Monaten geschrieben habe.

Gegen Abschluss haben das Team und ich gemeinsam an der neuen Broschüre und einem internen „Riesenprojekt“ gearbeitet, so wie wir es gerne nannten. Da war Teamwork umso mehr angesagt. Alle zogen an einem Strang, um auf unserer Website ein Portfolio mit rund 100 Projekten aus diversen Branchen zu gestalten. Auf das Ergebnis können wir alle stolz sein, wie ich finde.

Ein Wort zum Schluss

Zwölf Wochen, etliche Liter Kaffee und Tee und unzählige unvergessliche Momente später – nach der erdrückenden Sommerhitze ließ der plätschernde Regen uns Raum zum Verschnaufen, allmählich färbten sich die Blätter und der Herbst stand vor der Tür: die Zeit verging wie im Flug.

Wenn ich die letzten Monate Revue passieren lasse, da staune ich erstmal selber. Was sich da so alles anhäuft, hätte ich mir nie vorstellen können. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr kommt dazu.

Wer kennt das nicht? Oft lernt man zwar interessante Themen, aber man kann sich seine Tragweite gar nicht ausmalen. Meine Erkenntnisse der letzten Semester wurden endlich greifbarer und fest in meinem Gehirn verankert, dadurch dass ich diese erstmals bei echten Projekten realisieren konnte. Und das macht natürlich deutlich mehr Spaß als nüchterne Theorie.

Mittlerweile habe ich den Punkt erreicht, an dem ich mit großer Zuversicht sagen kann, dass ich mir eine Zukunft im Marketing gut vorstellen kann.

Danke für das entgegengebrachte Vertrauen, die buntgemischten Aufgaben und die Zeit, die ihr euch für die vielen anschaulichen Erklärungen genommen habt. Danke, dass ich einmal Agenturluft schnuppern durfte und euch weiterhin als Werkstudentin begleiten darf.

sina to nhi und dennis

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Meld Dich bei To Nhi unter to.nhi.quach@christmann-woll.de. Du kannst To Nhi alle Fragen stellen und dabei bestimmt herausfinden, ob das Online Marketing und Du ein passendes Paar seid. Gerne kannst du bei Interesse auch mit einem Praktikum bei uns mal reinschnuppern!