So erstellen Sie einen Facebook-Marketing-Plan, der die Customer Journey Ihrer Kunden
berücksichtigt

Geschrieben von Philipp Helm | 30.03.2020
Lesezeit: 6 Minuten ⏱️

Facebook ist eine der am meisten genutzten sozialen Netzwerke der Welt. Daher ist er
auch ein großartiger Ort, um neue Kunden anzulocken. Doch wie funktioniert ein guter Facebook-Marketing-Plan, der Ihre potenziellen Käufer auch anspricht?

Ungefähr drei Sekunden: Das ist die Zeitspanne, in der sich jemand einen ersten Eindruck von einer Website macht. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Missouri University of Science and Technology gekommen.

Genau das gleiche gilt auch für Ihre Facebook-Seite. Das Ziel für jeden Marketer ist es, den Social Media Auftritt so benutzerfreundlich zu gestalten, dass der potenzielle Kunde schnell und einfach vom ersten Kontakt zum Kauf gelangt.

Hier kommen ein paar Tricks aus dem sogenannten User Experience (UX) Design
ins Spiel.

Eine effiziente User Experience ist der Schlüssel zum Erfolg

Ein gutes Beispiel ist der Versandhändler Amazon. Laut dem Magazin Business Insider haben in einer Studie 94 Prozent der Befragten angegeben, im vergangenen Jahr bei Amazon etwas bestellt zu haben.

Das Geheimnis: Eine einfache Handhabung der Website, die den Kunden ohne unnötige Umwege zum Kauf führt. Dementsprechend muss die User Experience (UX) Ihrer Facebook-Seite in den drei Phasen der Customer Journey möglichst angenehm sein. In diesen Phasen erregt Ihr Produkt beim User erstmals Aufmerksamkeit, um dann vom potenziellen Kunden mit anderen Angeboten verglichen zu werden und anschließend im besten Fall gekauft zu werden.

1. Phase: Kunde wird auf Produkt oder Problem aufmerksam (Awareness)
2. Phase: Kunde zieht Ihr Produkt zur Problemlösung in Betracht, ist sich aber nicht sicher, ob Ihres das am besten Geeignete ist (Evaluation)
3. Phase: Kunde kauft das Produkt (Purchase)

Den Kunden mithilfe des Customer Journey Mappings verstehen

Diese drei Schritte können Sie einfach optimieren. Wichtig ist dabei zu verstehen, was Ihre Kunden möchten und was sie beim Kaufprozess beschäftigt. Versetzen Sie sich dafür in Ihre Kunden und überlegen Sie, welche Gedanken sie hätten, was sie tun würden und was sie sich wünschen würden.

Diese Methode nennt sich das Customer Journey Mapping.

In allen drei Phasen müssen Sie daher überlegen, was Ihren Kunden anzieht, worauf er klickt und welchen Weg er über Ihre Facebook-Seite geht. Hier ist vor allem nützlicher Content entscheidend, der den potenziellen Kunden im Kaufprozess genau im passenden Moment voranbringt. Die Möglichkeiten sind dabei grenzenlos, sollten aber in allen Phasen drei grundsätzliche Anforderungen erfüllen:

1. Zeigen Sie Ihrem Kunden ansprechende Grafiken und Bilder, die den Kundenerwartungen gerecht werden.
2. Teilen Sie nur wertvollen Content, der auch geteilt werden kann.
3. Sorgen Sie für eine unkomplizierte und für Ihren Kunden vorhersehbare User Experience.

Mit Ihrem neuen Wissen aus dem Customer Journey Mapping können Sie sich nun daran machen, die einzelnen Phasen zu optimieren. Nehmen Sie sich dafür ruhig etwas mehr Zeit, damit Sie auch das volle Potenzial aus Ihrer Seite schöpfen.

Machen Sie den potenziellen Kunden aufmerksamer auf Ihre Facebook-Seite

Jemand sucht im Internet nach einem Produkt und ist über eine Suchmaschine auf Ihren Facebook-Auftritt gelangt. Halten Sie sich vor Augen, dass Sie nun drei Sekunden Zeit haben, Ihren potenziellen Kunden an Ihre Facebook-Seite zu fesseln.

Das bedeutet, dass Sie vor allem ansprechende Bilder und eine angenehme Benutzererfahrung liefern müssen.

Fragen Sie sich im Rahmen des Customer Journey Mappings, was Ihr Kunde hier denkt und
wie Sie ihn jetzt fesseln können.

1. Kann ich dem Produkt oder der Dienstleistung trauen?
2. Was ist das Besondere an dem Produkt?
3. Kann ich den Inhaber irgendwie schnell und einfach erreichen?

Schauen Sie nun, wie Sie diese Fragen mithilfe guter Bilder, Grafiken und passendem Content beantworten können. Wichtig ist auch, dass der Content die potenziellen Kunden anregt, ihn zu teilen. Nur so können Sie über Facebook auch weitere Interessenten erreichen.

1. Ist mein Profil- und Cover-Foto einzigartig und ansprechend? Vermittelt es ein Gefühl
von Seriosität und Vertrauen? Ist die damit vermittelte Nachricht klar verständlich?
2. Habe ich gut teilbaren und einzigartigen Content?
3. Können Interessenten mich schnell und einfach über Facebook Messenger, E-Mail oder Telefon erreichen?
4. Gibt es Rezensionen oder Testimonials, die potenzielle Kunden lesen können?

Betonen Sie lieber das Einzigartige an Ihrem Unternehmen, damit Nutzer an Ihrer Seite hängen bleiben. So zeigen Sie Ihre ganz eigene Nische auf.

Überzeugen Sie den potenziellen Kunden von Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung

Nun kennt der Nutzer Ihre Facebook-Seite, folgt ihr vielleicht schon und hat ein grundsätzliches Interesse an Ihrem Produkt. Er ist sich aber nicht sicher, ob Ihr Produkt sein Problem auch am besten lösen kann. So beginnt er in der zweiten Phase, Ihr Produkt mit der Konkurrenz zu vergleichen.

Ihr Ziel muss es jetzt sein, den potenziellen Kunden mit ansprechendem Inhalt enger an Ihr Unternehmen zu binden. Das funktioniert am besten, wenn Sie mit Ihrem Content Gefühle
wecken können und der Interessent die Facebook-Seite mit Freude nutzt. Denn so bleibt Ihr
Social-Media-Auftritt besser in Erinnerung.

Der Content sollte so gestaltet sein, dass er dem potenziellen Kunden viele nützliche Informationen über Ihr Produkt gibt. Füttern Sie ihn regelrecht mit hilfreichen Videos, anschaulichen Bildern und Grafiken sowie Kontaktmöglichkeiten für weitere Fragen. Daher sollten Sie sich in dieser Phase folgende Fragen stellen:

1. Sind die genauen Produktdaten mitsamt den Preisen verfügbar?
2. Gibt es ansprechende Videos, die das Produkt vorstellen? Sind die dazugehörigen
Thumbnails gut gestaltet?
3. Kann ein Termin direkt über die Facebook-Seite gebucht werden?
4. Sind alle angebotenen Services auf der Seite an einem leicht zu findenden Ort
einsehbar?
5. Ist ein FAQ vorhanden?
6. Können Fragen über den Messenger gestellt werden?

Wichtig ist ebenfalls, ein passendes und gut strukturiertes Layout für die Facebook-Seite zu haben. Relevante Informationen mit Kontaktdaten, Preisen etc. gehören in die oberen Tabs. Die Anordnung der Tabs und das Seitenlayout können Sie in den Einstellungen verwalten.

Sorgen Sie dafür, dass der Kunde schnell und einfach zum Kaufprozess gelangt

Der Kunde hat sich nun für Ihr Produkt entschieden und möchte es kaufen. Jetzt geht es ans Eingemachte. Entscheidend ist, dass Sie eine gute Landing Page haben, die Sie auf Ihrer
Facebook-Seite verlinken und dass der Kunde schnell auf Sie gelangen kann. Weiterhin
gelten natürlich auch die Tipps aus den vorherigen Phasen.

Auf der Landing Page muss dem Käufer klar werden, wieso genau dieses Produkt zu ihm
passt und wieso es das Beste auf dem Markt ist. Sie können ihm auch Rabatte oder spezielle Angebote unterbreiten und ihn so ein wenig in Richtung Kauf pushen.

Zudem sollte dem Kunden ein Gefühl von Sicherheit gegeben werden. Kann er die Ware bei
Nichtgefallen kostenlos zurücksenden und ist die Zahlung über das Internet geschützt? Es gilt, den Kaufprozess so einfach wie nur möglich zu gestalten, um den Käufer nicht abzuschrecken.

Behalten Sie die Entwicklung Ihrer Marketing-Kampagne im Auge

Sie haben nun Ihren ersten Erfolg verbucht und Ihren Facebook-Auftritt nutzerfreundlich umgebaut. Jetzt müssen Sie schauen, wie sich die Interaktionen der Nutzer mit Ihrer Seite entwickeln und Ihren Auftritt dementsprechend optimieren. Dafür sind vor allem zwei Instrumente von Vorteil.

Mit den Facebook Insights können Sie untersuchen, wie sich Ihre Followerzahl, Likes etc.
verändern. So können Sie anhand dieser Kennzahlen erkennen, welche Maßnahmen
erfolgreich waren und welche einer Änderung bedürfen.

Das andere wichtige Tool ist Facebook Audience Insights. Damit können Sie im Grunde genommen eine vereinfachte Form von Marktforschung betreiben. Das Tool gibt Auskunft darüber, wie viele Facebook-Nutzer beispielsweise einer Altersgruppe angehören oder welches Geschlecht sie haben. So erfahren Sie auch etwas über die Erwartungshaltung Ihrer Follower.

Fazit

Ich hoffe, dass diese Tipps Ihnen bei der Erstellung Ihres Facebook-Marketing-Plans unterstützt. Bedenken Sie stets, was Ihre Kunden in den jeweiligen Phasen an Content erwarten!

Wichtig ist, dass Sie die Performance Ihrer Seite immer im Auge behalten und
optimieren. Bleiben Sie also neugierig!

Dann kann dem perfekten Social-Media-Marketing nichts mehr im Wege stehen.

Haben Sie eine Frage oder wünschen Sie weitere Informationen?