Erfahrungen & Bewertungen zu Christmann & Woll GmbH

Lesezeit: 8 Minuten

Inbound vs. Outbound Marketing

Was macht heute gutes Marketing aus?

Die Werbemöglichkeiten für Unternehmen haben sich in den letzten 20 Jahren drastisch verändert. Und spätestens seitdem das Internet auf Smartphones schnell und jederzeit verfügbar ist, haben sich die Anforderungen an zielführende Werbestrategien noch mehr gewandelt. Schnelllebigkeit und sich ständig ändernde Trends im Internet machen gutes Marketing zu einer permanenten Herausforderung für Unternehmen.

Früher wurde Werbung anders gemacht als heute: Es wurden Anzeigen geschaltet oder Flyer gedruckt und diese Werbemedien wurden über klassische Kanäle wie Zeitungen, Radio oder Postwurfsendungen zu den Empfängern transportiert.

Das Internet hat hier zu einem Paradigmenwechsel geführt: Nutzer können sich heute selbst blitzschnell und einfach aus dem Netz alle Informationen beschaffen, die sie gerade benötigen. Oder was machen Sie, wenn Sie sich über spezielle Produkte und Dienstleistungen informieren oder sogar etwas kaufen möchten? Richtig. Sie recherchieren und suchen im Netz.

Parallel dazu ist die Flut an Informationen und Werbung stetig gewachsen, die auf die Nutzer auch im Internet einprasselt. Das Wegwerfen von Prospekten, das Umschalten bei Werbepausen oder der Einsatz von AdBlockern ist auf dem Vormarsch. Nervige Werbung ist so unbeliebt wie nie zuvor. Dazu gibt es mittlerweile technische Möglichkeiten, einen Teil der Werbung einfach „auszublenden“. Denn wer hat schon Lust, von Werbung penetriert oder gar zum Kauf genötigt zu werden?

Weg von Outbound, hin zum Inbound Marketing

Um zu verstehen, wo die grundlegenden Unterschiede zwischen alter Werbung und modernen Marketingmethoden liegen, hilft ein bisschen Theorie:

Outbound Marketing

Klassische Werbung wird heute auch als „Outbound Marketing“ oder auch „old Marketing“ bezeichnet. Gemeint sind damit Werbeformate wie Flyer, Anzeigen, Radio- und TV-Werbung oder Kaltakquise-Anrufe. Aber auch internetbasierte Instrumente wie (nervige) Newsletter ohne Relevanz (SPAM!) oder aufploppende Werbebanner zählen zum Outbound Marketing.

Viele dieser Methoden sind nicht auf die Zielgruppe ausgerichtet. Die Botschaften, die transportiert werden, sind damit für ihre Nutzer nicht relevant. Die Nutzer wiederum sind zunehmend genervt von „böser Werbung“. Sie haben mittlerweile gelernt, einfach wegzugucken.

Auch weitere Nachteile gehen mit Outbound Marketing einher: Die Wirksamkeit von Offline-Werbung ist nur schwer zu messen, die Kosten sind in der Regel hoch. AdBlocker, SPAM-Filter und gesetzliche Einschränkungen erschweren die Kontaktaufnahme mit den potentiellen Kunden.

Setzen auch Sie auf Inbound Marketing!

Anders verhält es sich mit Inbound Marketing. Inbound- und Outbound-Marketing unterscheiden sich dabei wesentlich: Während Sie beim Outbound-Marketing versuchen, den Kunden zu finden, sollen Sie beim Inbound-Marketing vom Kunden gefunden werden.

Dabei setzt Inbound Marketing bei Ihren Zielgruppen und deren Interessen an und verhält sich dabei passiv: Im Kern zielt Inbound Marketing darauf ab, dass Sie interessante Inhalte bereitstellen. Diese sollen dann von den Nutzern, die zu Ihrer Zielgruppe gehören, über die Suchmaschinen gefunden werden.

Z.B. landet ein Nutzer auf Ihrer Webseite, liest einen interessanten Blogartikel und trägt sich daraufhin z.B. in Ihren Newsletter ein oder wird Fan Ihrer Facebook-Seite. Der Nutzer fängt damit an, Ihrem Unternehmen zu folgen. Er beginnt die Inhalte, die Sie ihm bereitstellen, regelmäßig zu konsumieren.

Letztlich geht es beim Inbound Marketing darum, mit relevanten, informierenden, beratenden oder auch lustigen Inhalten Leads zu generieren und damit auf kosteneffiziente Art und Weise Kunden gewinnen und binden: Kein Nutzer kauft in der Regel nach der ersten Kontaktaufnahme. Aber nach mehreren Kontaktpunkten wird ein Teil der Nutzer, die wirklich zu Ihrer Zielgruppe gehören, ein Kontaktformular ausfüllen oder bei Ihnen anrufen.

Und auch darin liegt ein großer Vorteil, denn hey – es ist doch viel besser, wenn Sie kontaktiert werden, weil jemand etwas von Ihnen will, als andersrum, oder?

Inbound Marketing ist überwiegend webbasiert, was zu einem weiteren wesentlichen Vorteil führt: Die Wirksamkeit von Inbound-Instrumenten ist messbar und kann damit von Ihnen finanziell bewertet werden.

Wie sieht Inbound Marketing in der Praxis aus?

Inbound Marketing setzt sich aus drei Komponenten zusammen:

  • Content: Content steht im Zentrum einer jeden Inbound Strategie. Mit gutem Content ziehen Sie Nutzer aus Ihrer Zielgruppe an und lenken ihn auf Ihre Webseite.
  • Social Media: Mittels Sozialen Netzwerken kann Ihr Content viral gehen. Wenn Ihr Content geteilt und damit weiterverbreitet wird, werden Sie weitere qualifizierte Nutzer anziehen.
  • SEO: Suchmaschinenoptimierung ist wichtig, weil Ihre potentiellen Kunden Ihre Inhalte finden müssen. Je höher Sie bei Google und Co ranken, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Kunden sich bei Ihnen informieren und ihren Kaufprozess bei Ihnen beginnen.

Content

Interessante Inhalte, die Mehrwert bieten und relevante Informationen bereithalten, werden als „Content“ bezeichnet. Diese Inhalte zielen weniger darauf ab, etwas zu verkaufen, sondern zu beraten, zu informieren oder zu unterhalten.

Guter Content kann beispielsweise aus Texten, Bildern, Videos, Infografiken oder Podcasts bestehen. Zentral verbreitet werden sollte dieser Content über Ihre eigene Website. Darüber hinaus können Sie Ihren Content über Blogs oder auf Social-Media-Plattformen wie Facebook, YouTube und Instagram streuen.

Aber auch gut gemachte Newsletter leben von relevantem Content: Ob klassisch per E-Mail, als Broadcasting per WhatsApp oder über den Facebook Messenger an (potentielle) Kunden verschickt: wirklich auf die Bedürfnisse der Zielgruppen zugeschnittene Newsletter nerven nicht, sondern werden gelesen.

Aber so vielfältig Ihre Möglichkeiten auch sind, die Art des Inhalts allein bestimmt noch nicht, ob er auch gut ist. Denn guter Content muss auf Ihre Zielgruppe ausgerichtet sein. Versetzen Sie sich (wie immer im Marketing) in die Sicht Ihrer Kunden und kombinieren Sie mit Ihrer Expertise aus Ihrem Fachgebiet. Fragen Sie sich, wer Ihre Kernzielgruppe ist und welche Themen wirklich interessieren.

Ein paar Beispiele: Anstatt Nutzer mit Radiowerbung zu nerven, nehmen Sie Videos auf, die potentielle Kunden interessieren könnten. Anstatt Print-Anzeigen zu buchen, schreiben Sie einen Blog mit spannenden Themen. Anstatt Kaltakquise-Anrufe zu tätigen, veröffentlichen Sie Inhalte, sodass Interessenten neugierig auf mehr werden.

Achten Sie darauf, dass Ihre Inhalte einzigartig, kreativ und originell sind. Wenn Sie z.B. Texte schreiben, achten Sie darauf, dass das Lesen den Nutzern Spaß macht. Bieten Sie Ihren Lesern dabei Mehrwerte, z.B. sinnvolle Informationen über ein Problem, was Ihre Kunden haben.

Wichtig ist auch Abwechslung. Täglich grüßt das Murmeltier klingt in der Theorie vielleicht verlockend und einfach – aber schädigt Ihnen mehr, als dass es hilft. Ihre Kunden wünschen sich Abwechslung und möchten entsprechend nicht tagtäglich das gleiche lesen oder sehen. Unterschiedliche Medien, zwischendurch Humor und abwechslungsreiche spannende Themen – das ist der Kern zum Erfolg mit Content

Immer wieder kommt auch die Frage auf, wie häufig neuer Content bereitgestellt werden sollte. Faustregel ist: Eine gewisse Regelmäßigkeit ist wichtig, aber Qualität ist sehr viel wichtiger als Quantität. Ihr Vorteil: Ihre Kunden wissen guten Content zu schätzen und werden Sie dafür langfristig mit Loyalität belohnen.

Social Media

Erstellen Sie guten Content, kann dieser über die Sozialen Netzwerke eine enorme Reichweite erzielen: Das ist dann der Fall, wenn Ihre Beiträge als relevant erachtet, geteilt und so von den Nutzern in die weite Welt des Internets hinausgetragen werden.

Welche Posts generieren die meisten Likes, Shares und Kommentare? Wie sieht es mit der Reichweite aus? Wie viele Nutzer locke ich mit dem Posten meiner Blogartikel auf meine Webseite? Welche Medien sind beliebt, wo bieten sich weitere Ansatzpunkte? Social Media hilft Ihnen, Ihre Zielgruppe zu verstehen. Und die Informationen, die Sie sammeln, können Sie in Ihre Content-Planung einfließen lassen.

Wählen Sie aus der Vielzahl an Social Media Plattformen die für Sie wichtigsten Kanäle aus – die Kanäle, wo sich Ihre Zielgruppe tummelt. Sind Sie z.B. Tischler und kommen Ihre Kunden regelmäßig mit Bildern von Pinterest zu Ihnen, richten Sie sich selbst ein professionelles Profil ein. Füllen Sie dann Ihr Profil mit Leben und posten Sie regelmäßig Inhalte. Nichts ist schlimmer, als verwaiste Profile, wo sich über Wochen oder Monate nichts tut.

Betreiben Sie erfolgreiches Social Media Marketing, wird sich dies auch positiv auf Ihr Ranking in den Suchmaschinen auswirken. Mit der Zeit werden Sie mit Ihren Profilen bei Google und Co ranken und können so in der Google Suche speziell auch von den Nutzern wahrgenommen werden, die sich bevorzugt über die Sozialen Netzwerke informieren.

Für den Fall, dass Sie kein Social Media Fan sind: Akzeptieren Sie, dass Social Media ein wichtiger Teil jeder Inbound Strategie ist. Die Sozialen Netzwerke sind heutzutage, neben Google & Co, DIE Plattformen, wo Traffic kanalisiert wird. Zudem werden Sie feststellen, dass Social Media hilft, über den eigenen Tellerrand zu blicken, Ihre Zielgruppen besser zu verstehen und Daten zu generieren.

Suchmaschinenoptimierung

Während beim Content Marketing die wichtigste Frage lautet „Was interessiert den Nutzer?“, so ist bei der Suchmaschinenoptimierung die Frage: „Was interessiert Google?“.

Diese Frage ist auch für Sie von elementarer Bedeutung, denn was nutzt die beste Webseite mit spannenden Inhalten, wenn die Webseite aber nicht von Ihren potentiellen Kunden gefunden wird?

Nutzer surfen im Netz, auf der Suche nach Informationen – und Google sucht nach wertvollem Content, um die Nutzer zufrieden zu stellen. Dabei gilt: Je besser Ihr Content in der Bewertung von Google, desto weitere vorne werden Sie auch tendenziell ranken. Denn Google weiß, dass es nur so lange genutzt wird, wie sie die Anforderungen der Nutzer bestmöglich und über deren Vorstellungen hinaus erfüllt. Deshalb ist Google angewiesen auf gute Webseiten und überprüft deshalb neben der Seite regelmäßig die Signale der Nutzer.

Bieten Sie Ihren Kunden interessante Inhalte, die zum Lesen einladen, schätzt Google Sie als wertvolle Informationsquelle zu Ihrem Fachbereich ein. Ihre Webseite erscheint somit tendenziell eher weiter vorne auf den Ergebnisseiten.

Gute Inhalte sind ein wesentlicher Teil der Suchmaschinenoptimierung. Professionell betrieben sind weitere wesentliche Bausteine von SEO die On-Page- und Off-Page-Optimierungen, Linkbuildings und Keyword-Analysen – sehr technische Vorgänge, die aber im Zusammenspiel dafür sorgen, dass Ihre Seite nicht nur für die Nutzer, sondern auch für Google relevant wird.

Zusammengefasst – Vorteile von Inbound-Marketing:

Geringere Kosten: Inbound Marketing bedeutet, Inhalte zu schaffen, diese zu verbreiten und über diese gefunden zu werden. Über zunächst kostenlose Tools wie einen Blog oder Facebook können Sie viele Benutzer auf Ihre Webseite lenken und zu Kunden machen. Unterm Strich ist der Return von Inbound Kampagnen deutlich höher als der von klassischen Marketingkampagnen.

Bessere Ausrichtung: Mit richtig ausgeführtem Inbound Marketing erreichen Sie nur die Nutzer, die zu Ihrer Zielgruppe passen. Menschen, die kein Interesse an Ihren Produkten oder Dienstleistungen haben, lassen Sie außen vor.

Langfristigkeit: Mit gutem Content werden Sie langfristig weit oben ranken, ganz unabhängig davon, ob Ihr Werbebudget für Anzeigen schon aufgebraucht ist oder nicht. Verwenden Sie Ihre Ressourcen darauf, qualitativen Content zu produzieren und eine hohe Position in Google zu erreichen. Und fangen Sie jetzt damit an, Ihre Konkurrenz schläft nicht.

Zeitgemäß: Gehen Sie mit der Zeit. Die Zeiten von nerviger Werbung sind vorbei. Was zählt sind die richtigen Inhalte, die Ihre Zielgruppe (und Google) zu schätzen wissen.

Unterm Strich

Das Internet bietet Nutzern unzählige Möglichkeiten, Ihre Angebote oder Dienstleistungen zu entdecken und wahrzunehmen. Dabei ist es von zentraler Bedeutung, dass Sie eine gute Sichtbarkeit in den Suchmaschinen haben und mit relevanten, interessanten Inhalten aus der breiten Masse hervorstechen.

Setzen Sie dabei auf einen Mix aus Content, Social Media Marketing und Suchmaschinenmarketing und kombinieren Sie diese Elemente mit Ihrer klassischen Werbung. Diese hat nach wie vor Ihre Berechtigung, sollte aber durch Inbound-Elemente erweitert werden.

Dieser Beitrag wurde geschrieben von:

Lina Christmann

Geschäftsführerin

Sie erreichen Lina Christmann unter 0491 960 990 31 oder per E-Mail an lina.christmann@christmann-woll.de.

 

Können wir etwas für Sie tun?

Rufen Sie uns an unter 0491 960 990 30 oder schreiben Sie uns.

Kontaktformular

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.